Achmet Baitursynuly wurde am 5. September 1872 im Dorf Sarytubek, Zhangeldin Rajon, Kostanai Gebiet geboren. Der kasachische Dichter, Literaturwissenschaftler, Türkologe, Publizist, Lehrer, Übersetzer und öffentliche Persönlichkeit, einer der Führer der nationalen Befreiungsbewegung des kasachischen Volkes Anfang des 20. Jahrhunderts, Staatsmann, Begründer der kasachischen Sprach- und Literaturwissenschaft, Reformer des nationalen Schreibens, Aufklärer und Mitglied der Partei „Alasch“.
In den Jahren 1913-1918 gab er zusammen mit seinen engsten Freunden Alichan Bökejchanov, Mirzhakip Dulatov sowie mit Unterstützung der breiten kasachischen Intelligenz die erste landesweite Zeitung «Kasache» heraus. Auf den Seiten dieser Zeitung sind Artikel über die Grundgedanken der Verfassungsrechtlich-demokratischen Partei „Alash“ geschrieben. Als Autor und Führer dieser Partei verkündete er 1917 auf Kurultai die Autonomie der „Alash-Horde“.
Als geistlicher Führer des kasachischen Volkes rief er zur Bildung und Aufklärung der Kasachen auf. Er diente dem Volk und trug der Erhöhung kultureller und sozialer Identität des Volkes bei.
Achmet Baitursynuly begann seit den 1910er Jahren mit dem Schreiben von Lehrbüchern über kasachisches Alphabet und kasachische Sprache. Außerdem begann er mit der Erstellung der kasachischen Schrift (Grafik) auf der Grundlage des arabischen Alphabets („Baitursynov Schrift“). Dafür hat er die Fibel unter dem Namen «Lehrbuch» geschrieben, dann hat er die grammatische Struktur der kasachischen Sprache analysiert und das Werk «Sprachwerkzeug» geschrieben.
Baitursynuly setzte Abai´s Tradition der Aufklärung und Kritik fort und hob das Niveau der kasachischen Literatur des frühen 20. Jahrhunderts auf das revolutionär-demokratische Niveau. Er übersetzte auch die Gedichte von Alexander Puschkin, Michail Lermontow, Voltaire, Semjon Nadson ins kasachische. Diese Übersetzungen sind Baitursynuly‘s thematische, hochgradig künstlerische Arbeiten. In Sorge um die Zukunft des Landes war Baitursynuly nicht nur Dichter, sondern ein weiser Politiker und geistlicher Führer der kasachischen Jugend.
Nach Achmet Baitursynuly sind in Kasachstan zahlreiche Strassen und Schulen, das Institut für Linguistik und die Universität von Kostanay genannt, ein Museumshaus in Almaty und ein Denkmal wurden eröffnet.
Akhmet Baitursynuly starb am 8. Dezember 1937 in Almaty.